Chronik des Bogensports

Die Geschichte und die Entwicklung des Bogensports.


Geschichte:

Altsteinzeit


(Paläolithikum), die älteste und längste Epoche der Menschheitsgeschichte. Sie begann in Afrika vor etwa 2,5 bis 3 Mio. Jahren in der Übergangsphase vom Tertiär zum Quartär und dauerte bis zum Ende des Eiszeitalters (etwa 8000 v.Chr.).

Das Jagen von Wildtieren bildete zusammen mit dem Sammeln von Samen, Früchten, Wurzeln u.a. Pflanzenteilen sowie von Larven und Insekten während der frühen Menschheitsperioden die Grundlage der menschlichen Ernährung. Anfangs benutzten die Menschen zur Jagd hölzerne, knöcherne oder steinerne Gegenstände, die von Natur aus scharf oder spitz waren, später stellten sie speziell für die Jagd geeignete Waffen und Werkzeuge selbst her. Sie erlegten sogar Großwild, wobei sie Holzlanzen oder -speere, später Speerschleudern und seit Ende der Altsteinzeit Bogenwaffen verwendeten. Die paläolithischen (altsteinzeitlichen) Steingeräte in ihrer allmählichen Vervollkommnung geben Anhaltspunkte über die früheste Entwicklung der Technik. Die Erfindung von Spezialwaffen (Speerschleuder, Pfeil und Bogen, Harpune) war die Voraussetzung für eine Intensivierung der Jagd.
Durch die Ausbildung von Ackerbau und Viehhaltung verlor die Jagd ihre lebenserhaltende Bedeutung.

Bogen,
Waffenwesen und Sport: älteste eigentliche Schusswaffe für Jagd und Krieg, mit Ausnahme von Australien und Teilen Melanesiens über die ganze Erde verbreitet und seit der Altsteinzeit bekannt; besteht aus einem aus biegsamen Material (Holz, Bambus, Kunststoff, Leichtmetall) angefertigten Stab und einer an dessen Enden befestigten Sehne.
Der Sportbogen (aus Kombinationen von Holz, Stahl und Glasfiber) beim Bogenschießen ist etwa 1,70 m lang, die Pfeile sind 65-75 cm lang. Im Wettkampf wird bei Entfernungen von 90, 70, 50 und 30 m (Männer) und 70, 60, 50 und 30 m (Frauen) auf Scheiben mit Durchmessern von 80 und 122 cm geschossen, die in zehn Wertungszonen geteilt sind.

Pfeil,
[von lateinisch pilum »Wurfspieß«], Waffenkunde: Geschoss für Bogen, Armbrust oder Blasrohr, seltener mit der Hand geschleudert (Wurfpfeil). Der Pfeil besteht aus dem geraden Holz- oder Rohrschaft und der oft mit Widerhaken versehenen Spitze aus Hartholz, Bambus, Stein, Metall, Knochen, die mit Pfeilgift überzogen sein kann.

Freiluft- und Hallensport (Auswahl)
Sportart Olympische Spiele Weltmeisterschaft Europameisterschaft
  Männer Frauen Männer Frauen Männer Frauen
  seit 1) seit 1) seit 1) seit 1) seit 1) seit 1)
Bogenschießen 1900 1904 1931 1931 1994 1994

seit 1)  z.T. mit Unterbrechungen
 

(c) Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, 2001



Also kann man sagen, dass das Bogenschießen eine sehr lange Tradition hat und nicht erst in den letzten Tagen erfunden wurde.

    So weit so gut, der Bogensport ist seit fast 32 Jahren im TuS-Ahrweiler 1898 e.V.

Der traditionsreiche uralte Bogensport lebte in den 60er Jahren durch A. Frömbgen und M. Dittmann im Ahrtal neu auf. Damals trainierten die beiden Bogensportautodidakten auf dem Walporzheimer Sportplatz. Vom Schussaufbau bis zum Herrichten der eigenen Pfeile mussten Sie den Bogensport sich selbst erschießen.

Heute stehen den Anfängern im TuS-Bogensport natürlich gute Bogenausrüstungen (auch nicht all zu teure Leihprogramme von Bogensportfachgeschäften) und fachliche Anleitung zur Verfügung.

„Das Ziel ins Auge gefasst, bewegt der Schütze langsam mit geradem Bogenarm Bogen und Visiernadel in das Zentrum der Zielscheibe – 70 m Distanz.

Die Zughand spannt scheinbar mühelos die Sehne. Die Rückenmuskulatur übernimmt Haltekräfte und fast unbewusst löst der Schütze den Pfeil. Fast lautlos und mit bis 90 m/sec schießt der Pfeil in nahezu geradem Flug durch die Luft – trifft die Zielauflage.
Eine 8. - "Man könnte zufrieden sein“

Bogenschießen ist eine Faszination !

Ein Bogenturnier dauert mitunter einen ganzen Tag, das Leistungsniveau der Bogensportlerinnen und Bogensportler ist gut und es fällt schwer, einen Besten zu finden. Die vorderen Plätze trennen oft nur wenige Ringe. Manchmal entscheidet nur der letzte Pfeil.

 

Nach dem Zusammenschluss der Ahrweiler Sportschützen und den ersten Bogensportlern 1970 wuchs die Zahl der Aktiven stetig. Im Jubeljahr (100 Jahre TuS Ahrweiler) sind es schon weit über 50 Aktive. Motiviert durch erste Erfolge kamen 1971 schon 2 Bogenschützen zur Rheinland-Meisterschaft. Daraufhin baute man in Vereinsarbeit damals am Dernauer Ahrufereine provisorische Scheibenanlage auf.

1974 wurde die Schützengemeinschaft in die große "Familie" des Tus Ahrweiler 1898 e.V. aufgenommen und bekam ein Jahr später, dank der Unterstützung der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler, ihr heutiges "Zuhause" im Kaiser-Wilhelm-Park.

 

 

Der Kaiser-Wilhelm-Park gegen 1900,

tja was haben wir dem Kaiser nicht

alles zu verdanken...

 

 

 

 

 

Das großzügige Trainingsgelände, eingebettet in die herrliche Parklandschaft des Kaiser-Wilhelms-Parks im Stadtteil Bad Neuenahr wird in Borgensportkreisen als eine der schönsten Bogensportanlagen Deutschlands bezeichnet.

Die herrliche Atmosphäre schafft für den Bogensportler beste Trainingsbedingungen. Eine äußere und innere Ruhe finden hier zusammen.

 

 

 

 

Inmitten grüner Natur lässt man die Sinne baumeln

oder man begibt sich zum Bogenschiessen an die Ahr.

 

 

 

 

 

 

Eingezäunt von Mutter Natur mit vielen Bäumen, Gewässer und was man sich noch alles zu denken vermag, liegt das Trainingsgelände der Bogenschützen des TuS Ahrweiler 1898 e.V.

 

 

 

 

 

 

 

Hier findet auch regelmäßig das berühmte Rotweinturnier statt, welches von vielen Aktiven begeistert aus Fern und Nah besucht wird.

So ist es nicht verwunderlich, dass seit den 80-ger Jahren die TuS Bogenschützen auf Kreis- und Bezirksmeisterschaften

     vordere Plätze belegten. Regelmäßig schafft eine ganze Reihe von Mitgliedern die Qualifikationszahlen zur Landesverbandsmeisterschaft. Damit aber nicht genug. Echte High-Lights wie z.B. Deutscher Vize-Meister-Titel für die Herren-Alters-Klasse in München 1990 (Manfred Koch, Abteiliungsleiter über 12 Jahre / heute Deutscher Meister/Manschaft 1997, 3. Platz Einzel), TuS-Mitglieder Dieter Rosendaal Deutscher Vizemeister Senioren A 1997, Detlef Kahlert, Weltjahresbestleistung Schützenklasse 1995 (Olympiafinalist `88).

 

 

 

 

 

Die Reihe der Erfolge lässt sich beliebig fortsetzen,

was aber hier zuweit führen würde.

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

Es werden nicht nur Pokale gewonnen, sondern auch überreicht.


Statistik der Bogenschützen des TuS Ahrweiler
Jahr / Schützen Gesamt männlich weiblich
Januar 1998 49 36 13
Januar 2016 109 74 35

(Ich traue nur meiner eigenen Statistik...)

Das Interesse am Bogenschießen ist ungebrochen und nimmt stetig zu.

Die begehrten Rotweinpokale gibt es schon mit 35-jähriger Tradition auf dem alljährlich im Juni ausgerichteten Rotweinturnier der TuS Ahrweiler Bogenschützen.

 

  Früher noch ganz in einer einheit-

  lichen  "Farbe", welches in der heuti-

  gen Zeit sich zur bunten Vereins-

kleidung entwickelt hat.

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Trainingsgelände verwandelt sich dann für einen Tag in eine illustre kleine Zeltstadt. Rund 100  Boogensportlerinnen und Bogensportler (es waren schon manche Zeiten bis 200 Schützen), viele Zuschauer und ebenso Kurgäste bevölkern den "Turnierplatz" bis in die Abendstunden, wir befinden uns ja schließlich im "Kaiser-Wilhelm-Park".

Bei einem guten SChluck Rotwein und einem kräftigen Edssen ist es ffür alle Teilnehmer ein gelungener Tag, der so schnell nicht vergessen wird.

Der Gruß der Bogensportler "Alle ins Gold" wird gern gehört im TuS Ahrweiler.

Gemeinschaft und Freude am Bogensport stehen ganz oben an bei den Bogenschützen.

So soll es auch in den kommenden Jahren bleiben

 

Fortsetzung folgt.......


Gerhard Janssen